Elternabend – Informationen zum Projekt

Am Donnerstag 19. September fand im Schulhaus Moosmatt der jährliche Elternabend statt. Zum ersten Mal fand diese Veranstaltung für alle drei Parallelklassen gleichzeitig statt. So durften wir an diesem Abend an die hundert interessierte Eltern im Schulhaus begrüssen.

Der erste Teil des Elternabends fand für alle drei Klassen gemeinsam in der Aula statt. In diesem Teil wurde über den Schulbetrieb, die Noten, neue Lehrmittel und auch über das Projekt Medienbildung gesprochen.
Hier eine angepasste Auflistung der Inhalte, welche die Eltern mit auf den Weg bekommen haben.

Ausgangslage

  • Das Projekt „Lehren und Lernen – Medienbildung“ wurde auf Initiative von der Dienststelle Volkschulbildung lanciert. Teilnehmende Schulen im Kanton Luzern sind die Schulen Menznau, Doppleschwand, Dagmersellen und für die Stadt Luzern das Schulhaus Moosmatt.
  • Das Projekt wird durch Pia Murer der Dienststelle Volksschulbildung geleitet und durch Urs Utzinger sowie Andreas Blunschi vom ZEMBI (Zentrum Medienbildung) der PH Luzern begleitet.
  • Sieben Klassen der 3. Bis zur 6. Klasse wurden mit Tablet-Computern ausgerüstet. Dazu erhielten die Klassen- sowie Fachlehrpersonen auf diesen Stufen identische Geräte. Alles in Allem verfügen wir an unserer Schule über 160 Geräte der Marke Acer (Model Iconia W5, OS W8)
  • Die Projektbegleitung für das Moosmatt übernehmen Pascal Liefert und Philipp Stehli.

 

Projektziele

(vgl. Projektbeschrieb hier)

Lernende

  • Gezielte Nutzung der Medien für die Informationsbeschaffung und zur Bearbeitung von Aufgaben im Unterricht. Dazu gehören unter Anderem eine angemessene Internetrecherche, Kindersuchmaschine resp. Portale welche Inhalte in einer für Kinder verständlichen Sprache anbieten (Bsp.) , der Wahrheitsgehalt von Inhalten im Internet, in der Tageszeitung etc.
  • Gezielte Nutzung der Medien für die Kommunikation im Alltag
  • eMail oder Dateilablagen wird zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt ein Thema. In diesem Zusammenhang werden Punkte wie Sicherheit im Chatraum (Bsp) , vertrauenswürdige Websiten etc. behandelt.
  • Sensibilisierung für die Risiken und die Chancen im Umgang mit neuen Medien. Dieses grosse Feld beinhaltet Fragen wie z.B. Was ist ein sicheres Passwort? Wie pflege ich den Umgang mit persönlichen Daten? Oder aber auch Gefahren und Auswirkungen von CyberMobbing.

Lehrpersonen

  • Vermittlung von Hintergrundwissen über neue Kommunikationsmittel und deren Chancen und Risiken

Oft hört man, Kinder und Jugendliche seien den Erwachsenen weitaus überlegen was den Einsatz von neuen Medien anbelangt. Ich behaupte diese Aussage ist deshalb so populär, weil ein Funke Wahrheit darin steckt. Doch in der Aussage fehlt ein wesentlicher Punkt; Kinder und Jugendliche können zuweilen mehr, was technische Aspekte betrifft. So läuft viel ihrer Kommunikation über eMail, SMS, WhatsApp etc. Doch kennen diese jungen Nutzer dieser Möglichkeiten die Konsequenzen und Tragweiten ihres Handelns? Die Medien zeigen es auf, auch Erwachsene sind sich der Tragweite von Äusserungen via Social Media oft nicht bewusst. Ein weiterer Grund, mit Kindern und Jugendlichen diese Zusammenhänge stufengerecht zu thematisieren.

  • Einsatzmöglichkeiten neuer Kommunikationsmittel an der Schule
  • Datenaustausch mit anderen LP, QR-Code, Umfragen in der Klasse,etc.
  • Kompetenter Einsatz der Medien für einen differenzierenden Unterricht
  • Einsatzszenarien, Materialien zur individuellen Förderung etc.

Eltern

  • Information über neue Kommunikationsmittel und Medien
  • Vermittlung von Chancen und Risiken von Medien
  • Hilfestellungen für den Erziehungsalltag im Umgang mit neuen Medien

Dazu werden vom DVS Elternveranstaltungen angeboten. Diese werden unter anderem von Zentrum Medienbildung sowie akzent-prävention geleitet.

Die Eltern hatten die Möglichkeit, nach dem Elternabend die eigenen Bedürfnisse auf Plakaten festzuhalten. Zusammengefasst ausgedrpckt sind es folgende Punkte, zu denen die Eltern gerne einen Workshop oder ein Vortrag besuchen würden:

Elternantworten


Bildschirmzeiten; müssen alle neuen Medien bei dieser Rechnung gleich gewichtet werden?

Geeignete Lernsoftware und ein sachgerechter Einsatz im Erziehungsalltag.

 

Weshalb tun wir das?

(Perspektiven und Zielsetzung aus Lehrplan 21)

Lebensweltperspektive

Die heutige Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ist durchdrungen von ICT und Medien, was einen kompetenten und mündigen Umgang mit ihnen erfordert.
Bereits vor Schuleintritt begegnen und nutzen Kinder heute zahlreiche Medien. Eine zentrale Aufgabe der Schule besteht darin, diesen vor- und ausserschulischen Mediengebrauch als Ressource und Erfahrungsfeld einzubeziehen und die Schülerinnen und Schüler insbesondere zu einer vertieften Reflexion dieser Erfahrungen und Fähigkeiten zu führen. Die Bildung der eigenen Persönlichkeit, der kulturellen Identität, der Erwerb personaler und sozialer Kompetenzen geschieht heute auch in Auseinandersetzung mit Medien. Ein Verständnis der zugrunde liegenden Technologien und Konzepte ist nicht nur Voraussetzung für diese Auseinandersetzung, sondern ermöglicht auch das Verstehen und Mitgestalten zukünftiger Entwicklungen.

Berufsperspektive

Beruf und Studium verlangen Kompetenzen im Bereich ICT und Medien.
In der Berufsbildung und weiterführenden allgemeinbildenden Schulen spielen Kompetenzen im Bereich ICT und Medien eine entscheidende Rolle. Praktisch jeder Beruf erfordert heute ICT- und Medienkompetenz. Die Volkschule hat sicher zu stellen, dass Schülerinnen und Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit ICT und Medien in einer weiterführenden Schule oder in der Berufslehre sinnvoll und effizient einsetzen und nutzen können.

Bildungsperspektive

ICT und Medien sind daran, unseren Alltag so grundlegend zu verändern, dass auch allgemeine Bildungsziele über den Bereich ICT und Medien hinaus einer Wandlung unterliegen. So erfordert z.B. die Arbeitswelt zunehmend die Fähigkeit, komplexe Probleme in Kooperation mit andern mittels Nutzung medialer Werkzeuge zu lösen, während andere Prozesse zunehmend automatisiert werden. Die Informationsflut und Geschwindigkeit des technologischen und gesellschaftlichen Wandels erfordern grundlegende Orientierungsfähigkeit und lebenslanges Lernen. Solche Kompetenzen müssen bereits in der obligatorischen Schulzeit aufgebaut werden. Die zunehmende Bedeutung von ICT und Medien erfordert somit auch eine Neuorientierung aller Fachbereiche sowie eine Stärkung überfachlicher Kompetenzen. Die Bildungsperspektive spiegelt sich nicht nur im fächerübergreifenden Themenlehrplan ICT und Medien, sondern auch in den überfachlichen Kompetenzen.

Lernperspektive

ICT und Medien bieten vielfältige Lehr- und Lernpotenziale.
Medien, Computer, Internet und mobile multimediale Kleingeräte wie Digitalkamera, MP3-Player und Mobiltelefon bieten vielfältige Potenziale für Lehr- und Lernprozesse. Die oben erwähnten veränderten Anforderungen an die allgemeinen Bildungsziele bedingen entsprechende Unterrichtsmethoden und den Einsatz von Medien. Eine Schule im Kontext der Informationsgesellschaft nutzt diese Potenziale situations- und stufengerecht. Die Lernperspektive findet sich insbesondere im Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis für den gesamten Lehrplan.

Übergeordnetes Ziel

Die Zielsetzungen des überfachlichen Themas ICT und Medien lassen sich mit folgender Kurzformel beschreiben: Schülerinnen und Schüler können an der Mediengesellschaft selbstbestimmt, kreativ und mündig, teilhaben und sich sachgerecht und sozial verantwortlich verhalten.

 

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