Das echte Leben vs. mein Auftritt im Web

Ob beim Vorstellungsgespräch, einem Auftritt vor Menschen oder ganz einfach im Alltag; You never get a second chance to make a first impression – und am Ende des Tages wollen wir alle irgendwie gut dastehen. Der eigene Auftritt im Web ist davon nicht ausgeschlossen. Also werden auf den ach so sozialen Medien kein Bild der verkokelten Tiefkühlpizza sondern ausschliesslich fotografische Zeugen des Mahls im Sterne-Restaurant gepostet. Urlaubsfotos von Traumstränden werden ebenso geteilt wie die ‚total Spontanen‘ (bestens ausgeleuchteten, von der Zuckerseite her geknippsten) Selfies. Nur schöne Menschen, alle erfolgreich, alle immer happy. Da kann es Max Mustermann zuweilen schon etwas mulmig werden, wenn er im Sommer nicht in der Südesee auf dem Segelschiff Meeresfrüchte und Champagner vernichtet… Oliver Peters betreibt auf Miesepeters.de ein satirischer Blog über die schlechten Seiten des Lebens. Gerade wegen seiner satirischen Schreibweise ist der Text über den Vergleich des eigenen Lebens mit den Facebook-Beiträgen der Mitmenschen ein guter Start in die sehr ernste und wichtige Thematik.

 Facebook-Depression: Vergleiche Dich krank

„Je länger eine Person aktiv Facebook nutzt, desto eher treten Neid, Unzufriedenheit und rote Augen in Erscheinung. Laut einer Studie erliegen wir einem eindeutigen „Attributionsfehler“. Das bedeutet, dass unsere Wahrnehmung ein beschränktes Bild der Realität zeichnet. Nutzer von Facebook sehen dauergrinsende Menschen vor Palmen und dem Eiffelturm, während andere bis zum Umfallen auf irgendwelchen Feiern posieren. Dies als die reine Wahrheit anzusehen ist ein schnell unterlaufener Fehler; denn natürlich entstanden diese später geteilten Fotos in arg gestellten Momenten und wurden gewissenhaft ausgesucht. Niemand würde freiwillig ein Bild von sich bei Facebook, auf dem er seinen Kopf in die Toilette hält.“

-Oliver Peters auf Miesepeters.de

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 Jugendkampagne «Echtes Leben»

So amüsant der Beitrag auf Miesepeters.de auch zu lesen ist, so ernst muss das Thema genommen werden. Zum ‚Echten Leben’ hat Pro Juventute in der Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Amt für Realness die „Anleitung zum sich-selber-seinherausgegeben. Nebst Filmen stehen bei dieser Kampagne Unterrichtsmaterialien sowie Merkblätter für Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen bereit. Inhaltlich werden Punkte wie Identität, Wirkungsweisen in den Medien und Umgang mit den eigenen Stärken und Schwächen thematisiert.

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