Ran an die Maus und Tablet

Medienarbeit mit Kindern in KITA und Grundschule.

„Dieses Materialpaket enthält praxiserprobte Methodenbausteine, leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Orientierungshilfen rund um Hardware, Software & Apps, die wesentlichen rechtlichen Grundlagen, Informationen zu Beratungsangeboten für Eltern und medienpädagogischen Institutionen in Hessen und viele Tipps & Links …

Im Kapitel Medien im Bildungseinsatz sind grundlegende Informationen zu den Zielen und Rahmenbedingungen zusammengestellt. Medien zum Thema zu machen oder sie als Werkzeug in pädagogischen Prozessen einzusetzen, eröffnet vielfältige Bildungschancen. Aber wie macht man sich auf den Weg, um medienpädagogisch aktiv(er) zu werden? Welche Zielvorstellungen sind mit dem Medieneinsatz verbunden? Welche Rahmenbedingungen sollten gegeben sein? Was gilt es zu beachten?

Die Ideen für die Praxis sind nach den Bildungsbereichen gegliedert und jeweils so konzipiert, dass sie mit der ganzen Gruppe/Klasse innerhalb von maximal anderthalb Stunden durchführbar sind. Sollte nicht so viel Technik zur Verfügung stehen, dass alle Kinder gleichzeitig damit arbeiten können, haben wir jeweils passende Parallelangebote vorgeschlagen.
Für alle Angebote haben wir außerdem jeweils Anregungen zur Vertiefung mitgeliefert, sodass sie auch umfangreicher konzipiert und durchgeführt werden können.“

Hinter Ran an Maus & Tablet steht die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien

Kreativer Umgang mit Karten und Plänen

Im Zusammenhang mit Bildsprache haben wir uns unter Anderem mit Karten und Plänen auseinandergesetzt. Hier drei kleine Beispiele als Auszug:

quartierDie 3. und 4. Klasse hat sich mit dem Thema Quartier befasst. In diesem Zusammenhang wurde besprochen, wie Inhalte auf Karten und Plänen symbolisch dargestellt werden können. Wir befassten uns  mit verschiedensten Bildsprachen; von Höhlenmalereien über Hieroglyphen bis zu aktuellen Emojis. So wurden die Schülerinnen und Schüler schrittweise an ihre eigenen Icons herangeführt.
Im zweiten Schritt wurden den Schülerinnen und Schülern in Zweiergruppen Kartenausschnitte aus dem Quartier ausgehändigt. Der Auftrag war, dass sie im Quartier herumgingen, Gebäude fotografierten und sich notierten, was in der ihnen zugeteilten Gegend speziell oder spannend ist.
Mit diesen Grundlagen wurden dann einfache Icons umgesetzt. Die Icons wurden auf Moosgummi übertragen und so Stempel hergestellt.
Spannend war mitanzusehen, wie die Gruppen identische Inhalte (z.B. Wohnhäuser) unterschiedlich umsetzten. Auch Gruppen, die z.B. einen Grossteil ihrer Gegend bewaldet antrafen setzen sich mit der ikonischen Umsetzung auseinander – damit nicht ’nur‘ Bäume gestempelt wurden, entstanden bei diesen Gruppen nebst Laub- und Nadelbaum-Icons auch Eichhörnchen, Hirsche, Lagerfeuer etc.

Routenvorschläge und Schulweg vergleichen
Die 5. Klasse beschäftigte sich mit dem Messen von Strecken. Dies wurde auf verschiedene Arten gemacht; mit einem Faden auf Karten, der dann im Massstab hochgerechnet wurde, mit dem Meter-Rad sowie mit Online-Kartendiensten.
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Diskussionen ergaben sich, als Routen verglichen wurden, welche die Kartendienste als Schulweg vorschlugen.

  • Warum wähle ich eine Route, ein Schulweg?
  • Gehe ich immer den kürzesten Weg von A nach B?
  • Was beeinflusst meine Entscheidung, einen Weg zu wählen?
  • Warum schlägt mir ein Kartendienst ein Weg vor?

Die 5./6. Klasse gestaltete im Zusammenhang mit dem Thema Schweiz Karten von Hauptorten. In diesem Zusammenhang wurde nebst der genauen Reproduktion dieser Karten das Thema Farbkomposition betrachtet. Dies wurde nebst den bereits bekannten Farbkreisen auch mit online-Angeboten wie dem ColorSchemeDesigner resp. Paletton gemacht. Dabei wurde darauf geachtet, wie unterscheiden sich z.B. Landwirschaftsflächen, Gebäude, Gewässer etc.

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Werkstattbuch Medienerziehung

Zusammenarbeit mit Eltern – in Theorie und Praxis

Aus dem Buch:

Abbildung Werkstattbuch Medienerziehung„Erziehung in Familien ist heute auch immer Medienerziehung. Einerseits fungieren Eltern aufgrund ihres alltäglichen Mediengebrauchs direkt oder indirekt selbst als informelle Medienerzieherinnen oder – erzieher, andererseits wachsen Kinder schon vom ersten Lebensjahr an in Medienumgebungen aller Art auf, die sich heute ständig verändern. So sehen sich Eltern immer aufs Neue zu erzieherischem Handeln herausgefordert, wenn es etwa darum geht, sich konkret mit den Chancen und Risiken der Mediennutzung in der Familie auseinanderzusetzen. In allen Bildungseinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Familienhilfe sollte es deshalb ‚massgeschneiderte’ Hilfs-, Beratungs- und Förderangebote für Familien aller Milieus geben, um Familien in ihrer (medienbezogenen) Erziehungsarbeit wirkungsvoll zu unterstützen.“

Link zum Buch

via Medienpädagogik Praxis-Blog

 

Medien früher und heute

Gestartet sind wir ins neue Schuljahr mit einem Zeitstrahl, den wir auf dem Pausenplatz aufgezeichnet haben. 25 Medien resp. deren Entwicklungsschritte (Beispiel Wochenzeitung > Tageszeitung > Online-Ticker) wurden auf Karten gedruckt abgegeben. In Gruppen versuchten die Schülerinnen und Schüler nun diese in eine logische, möglichst chronologisch korrekte Reihenfolge zu bringen.

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Ausschnitt der Bildkarten

Spannend dabei war es, den Gesprächen der Kinder zuzuhören – So war allen klar dass vor der Zeitung der Buchdruck erfunden werden musste. Aber ob das Fernsehen zuerst Farbe und dann Ton oder umgekehrt hatte, regte zum Diskutieren an.

Jedes der Kinder hatte eine persönliche Erfahrung mit den ‚alten‘ Medien – sei es die Erinnerung an das Transistorradio des Grossvaters oder eines lustigen Schwarz-Weiss-Filmes, der immer am 31.12. im TV gezeigt wird. Die so eingebrachten, persönlichen Erfahrungen wurden gesammelt und zu jedem Medium notiert.

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Persönliche Erfahrungen werden eingebracht (l.). Die Entwicklung der Medien ist noch nicht abgeschlossen (r.)

Dass der Zeitstrahl nicht fertig ist, zeigte der Schüler auf dem Bild rechts – kurz nach dieser Unterrichtseinheit stand die Lancierung eines neuen Smartphones an – dies durft natürlich nicht fehlen. Da dieses Ereignis jedoch noch in der Zukunft lag, wurde es am Ende der Zeitachse vermerkt.

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Höhlenmalerei in Lascaux (l.) Emojis (mitte und rechts)

Zeitgleich wurde die Entwicklung der Schrift thematisiert. Von Höhlenmalereien über die Keilschrift und Hieroglyphen bis zu unseren heutigen ‚Schriftzeichen‘.

Der Fall Paul

Aus leider aktuellem Anlass hier lesenswerte Berichte rund um das Thema ‚Sicherheit im Netz‘, Verhalten im Chat und die Gefahren in und um Games. Dies nachdem die Diskussion rund um dieses Thema durch den ‚Fall Paul‘ erneut ins Rampenlicht der Tagespresse gerückt wurde.

Zuvor sollte man sich jedoch eine Übersicht verschaffen, um was es bei Minecraft geht. Wichtig hier zu erwähnen ist, dass der Übergriff auf Paul in einem Chatroom zu diesem Spiel geschehen ist, aber auch bei jedem anderen Spiel mit Chat-Funktion möglich gewesen wäre. Computerspiele im Allgemeinen oder Minecraft im Speziellen zu verteufeln bringt wenig.

Was ist Minecraft für ein Spiel? Youtube
Wikipedia
Minecraft in Education

Die Attraktivität eines solchen Spiels zieht nicht nur Kinder und Jugendliche (und Erwachsene) an, die sich für die Freude und den Spass am Spiel zu Minecraft hingezogen fühlen. Ein solcher Raum ist leider nach wie vor Nährboden für allerlei Kriminelle Gewächse, denn:

„Mit den Verkäufen aller Minecraft-Versionen wurde das Spiel über 72 Millionen Mal verkauft und ist somit eines der meistverkauften Videospiele weltweit.“ (Wikipedia)
und
«Wo gehen Pädophile im echten Leben hin? Auf den Spielplatz. Und im Internet? Dahin wo die Kinder sind: zu Minecraft.» (Philippe Wampfler im Blick)

Lesen sie unten ein paar ausgewählte Artikel zum Thema:
«Eltern fühlen sich in falscher Sicherheit» Tagesanzeiger
«Eine Art Cyberpolizei» Philippe Wampfler
«Wegen Paul: Betreiber der grössten deutschsprachigen «Minecraft»-Fanseite ist bestürzt» Aargauer Zeitung
«Entführter Paul: Wie gefährlich ist Minecraft?» Wir Eltern
«Paul lernte seinen mutmasslichen Entführer im Internet kennen – 5 Fragen und Antworten zu den Gefahren von Chatrooms» watson

 

Linksammlung Halbtag I

Lehrplan Medien
Lehrplan Medien für den Kanton Luzern

Lehrmittel zu den Kursen Medien im Lehrplan 21
Medienkompass des Lehrmittelverlages Zürich
Jimdo-Seite zum Medienkompass
Fächer- und Lehrmittelbezug Medienkompass
Umsetzungshilfe_Version6
Zebis: Medien früher und heute

Möglichkeit zur Zusammenarbeit (Pinwand)
Linoit   Padlet  Answergarden

Zeitstrahl für den Unterricht (Inhalte vorgegeben)
ideesuisse   Kinderzeitmaschine

Geschichten erzählen mit Emojis
Vorlage

Wahrheitsgehalt von Bildern
Jan von Holleben

Umgang mit dem Internet
Internauten   Internet-ABC   Geschichten aus dem Internet

Buchempfehlungen
Mehr als 0 und 1
Digitale Kompetenz

Prävention
Klicksafe   SaferInternet   Watch your Web   Pro Juventute   Jugend und Medien
Netzdurchblick    Netla   Schweizerische Kriminalprävention
Cybersmart   zischtig   Feel OK

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Broschüren

«My little Safebook» für einen sicheren Umgang mit den Sozialen Medien «Cybermobbing: Alles, was Recht ist»
Das eigene Bild: Alles, was Recht ist
Checkliste „Sicherheit in Sozialen Netzwerken“
«Pornografie – Alles, was Recht ist»
«Es war einmal … das Internet»
«Medienkompetenz – Tipps zum sicheren Umgang mit digitalen Medien»
«Medienkompetenz im Schulalltag»
«Förderung von Medienkompetenzen in Institutionen für Kinder und Jugendlichen mit spezifischen Bedürfnissen»
Flyer «Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Medien»

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Videos

Medienwandel in der Schweiz 2014
Evolution of the Desk
Behind the scenes at a McDonald’s photo shoot

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Diese Sammlung an Links soll den Lehrpersonen eine Handreichung in der Vorbereitung und Durchführung ihres Unterrichts bieten und stellen einen Bezug zu den Kursen Lehrplan 21 Medien im Kanton Luzern dar.

Die Kursinhalte sowie diese Linksammlung wurden durch Claudia Bucheli und Philipp Stehli zusammengestellt und werden laufend angepasst.

http://mbmoosmatt.vsluzern.ch/wp-content/uploads/2016/06/Video-10.06.16-09-26-21.mov

Weiter geht’s mit Robotern: THYMIO

Nach den ersten Schritten mit den BlueBots ging es in der letzten Foto 10.06.16, 14 44 49Woche weiter mit THYMIO – einem Roboter der ähnlich wie die BlueBots aufgebaut ist, jedoch reichlich mit Sensoren ausgestattet ist und somit wesentlich mehr Möglichkeiten bietet.

Im Gegensatz zu den BlueBots wird THYMIO an einem externen Computer programmiert der via Dongle mit dem Roboter verbunden ist. Die Befehlseingabe geschieht änhlich wie bei Scratch mit vorgefertigten Blöcken, die miteinander arrangiert werden.

Auf verschiedenen Niveaus konnten die Schülerinnen und Schüler sich immer mehr in das Programmieren von THYMIO vertiefen und komplexere Aufgaben lösen.
Thymoi3

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass sich die BlueBots hervorragend als Einstieg in das Thema Robotik eignen. Jedoch sind bei den BlueBots die Möglichkeiten der Aufgabenstellung nach einiger Zeit erschöpft. Thymio bietet wie bereits erwähnt mit seiner Vielzahl an Sensoren wesentlich mehr Spielraum.
Eine der ersten Aufgaben war es, THYMIO so zu programmieren, dass er bei einer schwarzen Linie (Tischkante) anhält und nicht ins Verderben stürzt.
Beispiel Tischkante

Komplexer wird es, wenn die Aufgabe für Thymio heisst:
>Thymio fährt gerade aus. >Sobald der Weg steiler wird, leuchtet er rot (Roter Kopf, Anstrengung) >Wenn er die Bergspitze erreicht, fährt er rückwärts den Berg hinunter.
Beispiel Bergsteiger (LoRes)

Weitere Beispiele findet man zum Beispiel auf YouTube (Im gezeigten Beispiel wird mit einer früheren Version der Programmiersprache gearbeitet).

Danke an Andrea Schmid und Hanspeter Erni von der PH Luzern für die spannende Zusammenarbeit!